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[Band 2.]
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des Herrn Cardmals Quirini. 1039

füllt. Hauptsächlich erhebt man die Sammlung derBriefe des Cardinals Polt. Jii einem Briefe fin-det man auch eine Stelle aus einem VoltairischenSchreiben, worinn er dem Cardinal sehr großeSchmeicheleyen vorgesaget hat. Freye Urth. No. z6.von 175z.

Im Jahr 175z. erhielte man von des Hrn. Card.Feder, Cettera pallorale al suo Clero e Populodell.1 Cirrä e Dioceli. z B. i» 4. den 16 Jenner.Es wird gleich im Anfange des Briefes der großenSorgfalt gedacht, die der Cardinal beständig ange-wandt, die abgefallenen Cacholicken w'eder in denSchooß der Kirche zurück zu bringen. Es wird da-bey der beyden Mönche, wie es heißt, gedacht, dieauf der Academie Helmstadt ordentliche Stellen be-kommen haben. Vom Hrn. Nothfischer, der gleich-wohl nicht genannt ist, kann man nicht begreifen,wie es doch möglich gewesen, daß ein Mann, derso stark gegen die Ketzer, auch so gar in öffentlichenSchriften geeifert, abgefallen und zu ihnen hat über-gehen können. Es wird zugleich eines merkwürdi-gen Briefes Erwähnung gethan, der an den Card.von einem Deutschen geschrieben worden, und wor-aus folgende merkwürdige und sehr zweydeutige Worteangeführet werden: lordanurn vicisti, quod im-mense gratulor : vinces & hunc lebuseum. Pote-rit autem vinci, cum humilitatis quoddam nonleuepondus accesserit. Im letzten Theil redet er vonden Fehlern der heutigen Schaubühne und giebt Re-geln der Behutsamkeit. Er hat daher ein Franzö-sisches Gedicht, vom Schaden der Schaubühne, unterdem Titel: I.e Danger des Ipectacles, ode, bey-gefügt,