des Herrn Ioh. Ludw. Frey. 2z
de natura mentis humanae hervorthat. Er bliebgleichwohl noch bis 170; zu Hause, vertheidigte denfünf und zwanzigsten May dieses Jahres eine di(T.philol. theol. in qua Mohammedis sententia de le-ih Christo expenditur,' unb ließ sich, nachdem ervolle vier Jahre den theologischen Vorlesungenbeygewohnet hätte, den sed)S und zwanzigsten Ju-niuö pro ministerio eraminiren, und erhielt darüberein sehr löbliches Zeugniß von denen dabey verstimm«leten Scholarchen, Professoren und Predigern.
Hierauf unternahm er eine Reife in auswärtigetänder, auf welcher er sich insbesondere die besten Bi«bliorheken zu Nutze zu machen suchte, auch davonder gelehrten Welt eine schöne Probe mittheilete, in,dem er auö dem in der Bibliothek der patrum ora-torii zu Paris vorgefundenen Commentario R. Aa-ranis Ben lofeph Caraitae in pentateuchum verfchie«dene Auszüge machete, und solche mit feiner Ueber«sehung und Anmerkungen 1705 zu Amsterdam her«aus gab. Als er darauf wiederum in feine Vater«stadt zurück gekehret war, erbot er sid), in der cate«chetifchen Theologie unentgeldlichen Unterricht zu ge-ben, und bat sich daben die Würde eines Profeslorisextraordinarii aus. Dieses Begehren wurde ihmzwar, weil einige Herren vom Rathe Schwierigkei-ten darüber macheten, höflich abgeschlagen; wie ge-neigt auch die Herren Scholarchen und Professorensich fanden, darein zu willigen. Dahingegen aberstand ihm fren, als Magister über die morgenländi-schen Sprachen Vorlesungen zuhalten, welches erauch that, und im Rabbiniichen, Arabischen, Sama-ritanischen, auch anderen verwandten Sprachen,B 4 flerßi'