88 Zusätze zur Geschichte
des Herrn Professors ziemlich kennen lernen. Ineiner Mantissa belehret er seinen Gegner, daß er sichja nicht durch die äußerste Noth gedrungen gesehen 'habe, das Präceptorac zu Rotterdam zu suchen;sondern solches angenommen habe, damit er bessereGelegenheit haben möchte, die Literatur zu excoliren,als bey der ?raxi medica , und damit er seiner Mut-ter jüngeren Brudern in Holland einen festerenWohnplatz verschaffen möchte, als sie zu Eleve, wodamals die gewaltsamen Werbungen waren, habenkonnten.
Man hat auch von ihm eine zierliche Halländi-sche UeberseHung der drakenborchifchen Iubelredeerhalten, deren im Boeksaal 1736 August. 0 .166rühmliche Meldung geschiehet.
Wir müssen nicht vergessen, daß man ihm eineschöne Stiftung in Holland zu danken hat, deren ersich auch itzo noch annimmt; Da nämlich die Schul-lehrer aus den vereinigten Provinzen zusammengetreten sind, und eine gemeinschaftliche Wiktwen-casse errichtet haben, wovon im Boeksaal 1738 Au.gust. 6.211. und 1743 Febr. 6.188. «89/1750 May6 .579. näherer Bericht zu lesen ist.
Ein Buchführer zu Rotterdam, van der6 pek ließ sich durch Gewinnsucht verleiten, daßer des Herrn Reitz lateinisches Exercitien «Buch,dessen er sich in seinen Privatstunden bediente, unterdemj Titel Officina scholastica auflegen ließ. Eingewisser Theod von GÜIpen hatte die Unver-schämtheit, seinen Namen, als ob es sein eigen Werkwäre, davor zu setzen; obgleich er nichts anders dar-
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