des Herrn Michael Verkling. »8;
Vorurtheil wurde ihnen gar bald benommen, nach-dem er nicht nur den siebenten September des ge-meldeten Jahres 1752. seine öffentliche Antrittsredelje modestia, modestaque sapientia theologo dignaac neceslaria , mit ausnehmendem Beyfall gehaltenhatte, sondern auch in seinen gleich hernach eröffne-ten feststunden sein deutlicher und gründlicher Vor.trag überaus werth gewonnen und hochgeschätzetwurde; so daß sein Hörfaal bald einer der zahlreich,steil war, und bis iho bestäitdig geblieben ist. Dietheologische Facultät, ertheile« ihm, der dortigenGewohnheit zufolge, einige Tage vor seinem Anzüge,in dem akademischen Senat, durch den Herxn Ger-des, die Doctorwürde.
Im Jahre 175;. ward ihm den drittelt Septem-ber das akademische Rectorat von dem Herrn Pros,(s)sserhaus feyerlich übertragen.
Herr BertlinI ist ein wahrhaftig gottsfürchtk.ger Theologus ; er gehöret aber zu nichts weniger,als zu den so genannten Fynen oder Pietisten, wo-'zu man ihn hat rechnen wöben. Er hält fest aufdie Lehren der dordrechtischen Synode, und folgetden Sähen und der Lehrart des Gisb. Doctius $er ist aber dabey weit entfernet von einem unanstän.digen Eifer, Zanksucht, und allem dem, so dem Ver-folgungSgeiste einiger Maaßen ähnlich siehet. Ergehöret im Gegentheil zu den mäßigen und friedfer.tiqen Gottesgelehrten, denen ihn der Herr ProfessorSchulte,, s in seiner Niewjaar Gift S. 201. auchzuzählet, und sich auf ihn, als auf einen solchen, be-rufet. Der neuern Welkweisheit ist er eben nichtN! 4 sonder-