des Freyheerrn von Srosch. 289
außer allem Zweifel an der Wahrheit derselben gesetztist, mit Rcyßlcrs § Erzählungen vergleichen, inden Stand können gesetzt werden, ein gegründetesUrtheil davon zu fällen.
Reysilers Beschreibung fällt in die Jahre 1729und 1730, und bey der Gelegenheit, da er von denUmstanden des Prätendenten zu Rom, und vonWahrnehmung der Affairen, so den englischen Hofbetreffen, handelt, schreibet er Folgendes:
Der Herr von S. der als ein Antiquarius mitdem Titel eines polnischen Rathes hier lebet, führtschon lange Zeit her die Correspondenz mit den köntgl.englischen Ministern, und hat auf die Aufführungdes Prätendenten und seiner Anhänger ein wachsa.mes Auge, weßfalls er, wie leicht zu leicht zu er.achten, von ihnen aufs äußerste gehastet ist. Solange der Prätendent sich in Bologna aufhielt,hatte er wenig zu berichten: und, weil man seinerauf diese Weise entrathen konnte, so ficng die engli-sche Besoldung an, auszubleiben, bis die Zurück-kunft des Prätendenten ihm Gelegenheit gab, die-sen Zufluß der zeitlichen Nahrung wieder zu ver-dienen. Weil nun auch der Eigennutz und dieNoth den Prätendenten bewog, nach &om zu-rück zu kehren, so nahm jemand Gelegenheit zusagen, man könne sich keine genauere Freundschafteinbilden, als die zwischen dem von S. und demPrätendenten sey; weil keiner ohne den andern le-ben könne. Der König von England ist in Romsehr gefürchtet, und weis man, daß er, vermit-Neu Gel. Europa X Theil. 4 telst