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[Band 3.]
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342 Geschichte

die Beschwerden der Reise verursachte, Krankheitverhinderte ihn, daß er sein Amt nicht eher, als im Mo-nat IulirtS des folgenden Wahres, antreten, und sei-ne Jnauguraldisputation halten konnte. Seit demhat er solches jederzeit mit vieler Treue verwaltet,und allen Theilen desselben ein Genüge gethan; jaer hat dreyßig Jahre lang die meisten Stunden desTages mit Unterweisung der studirenden Jugendzugebracht ; es sey im Griechischen über Profanscri?beiiten, oder über das neue Testament, oder in derGeschichte, oder im deutschen und lateinischen Stilund in der Redekunst. Da er ein vortrefflicherRedner war, in den Geschichten eine ungemeineStärke besaß, im Unterricht sich einer ausnehmen-den Deutlichkeit befliß, und einen sehr lehrreichenund belebten Umgang hatte, so übergaben die vor-nehmsten Herren ihre Söhne seiner Aufsicht und Er-ziehung.

Die Arbeit, welche ihm diese Hauöschule verur-sachte, war nicht gering. Sie wurde aber durch ei-ne glückliche Ehe, in welche er sich 172z. mit VOo*via Agnes Sahme, verwittweten Areusthner,begab, eine Zeitlang sehr versüßet; und als ihm 1737der Tod dieselbige entriß, ward dieser Verlust, durchdie gnädige Fürsehung Gottes, bald wieder ersehet,indem er des folgenden Jahres sich mit (VertrautDorothea Sahm, der Wittwe des Pros. Theol.Christ. Sahm verheyralhete. Beyde Ehen sindgleichwohl ohne Leibeserben gewesen.

Einen Beruf zum Rectorat des Gymnasii zu

Thorn schlug der selige Herr Gürcher aus. Der

König