46o Zusätze zur Geschichte
Was übrigens die Regierung der Kirche betrifft:so habe angemerkt, daß keine Appellation an einehöhere Rechcsbank, als die Kirchen oder Gemeinenselbst, nach der Verordnung Christi und seiner Apo-stel, Platz haben solle. DaS die Eeclcfiae, versteheich also von jeder besonderen Gemeine, wormn je-des Glied Recht und Macht hatte, seine Stimme zugeben. Man wußte nichts von einer Ecclesia re-pr.iefentaciua, welche das Heminarium und die ersteGrundlage des PabstthumS ist. Die Execution desAusspruchs der Kirche war jedem ins besondere mitanbefohlen: Hir Tibi,' discedite ab illis! hierin»bestund der ganze Bann. Die Sache aber, worübersie urtheilen sollten, waren keine theoretischen Lehr-puncre, sondern die Beleidigung der Brüder, unddie Lehren, welche der Gottseligkeit und der gläubigenLiebe zuwider waren. Die Einigkeit wurde erhal-ten durd) das Band des Friedens, oder wie Tertul»lian schreibt; per communicationem pacis , appel-larionem fraternitatis er contesserationem hospi-talitatis, welches alles eine Gleichheit anzeiget.Diese Verfassung aber ist dadurd) über den Hau.fen gegangen, daß man gegen alle Regeln derKlugheit die Gemeinen zu einer ungeheuren und un.bestimmten Menge anwachsen lassen. Diese Mengeerfoderle daher» andre Anordnungen, wodurch sichdie KaM^nXiot, humana eingemischet und alles ver.heeret, welches die dritte Urquelle alles Verderbensin der Kirche ist. Von diesen ersteren Gemeinenhandle ich von dem XXX §. bis zu Ende des erstenKapitels. Alle Kirchen oder Gemeinen waren an.
fänglkch