564 Geschichte
von der Zeit der Vereinigung beyder Naturen inChristo unanständige, und wider die heilige Schriftstreitende Dinge sollten gelehrt haben. Es ist nichtweniger falsch, daß sie nicht nur zwo Naturen, son.dern auch zwo Personen in Christo geglaubet haben.Was die Redensart betrifft, daß sie die GottheitChristi den Tempel seiner menschlichen Natur zu nen-nen pflegten, so ist solche auch von rechtsinnigen Vä-tern gebraucht worden; sie kommt auch mit der heil.Schrift überein, und kann auch, zum Theil, nicht oh-ne Nutzen zur Erklärung der Menschwerdung Chri-sti angewandt werden; ja die Nestorianer haben sichderselben nicht andere, als nach dem Sinn der recht-sinnigen Kirche, bedienet.
Hiewieder bekam Herr Iablonski zween Geg.ner, nämlich den sei. Berger, welcher eine Redeherausgab unter der Aufschrift: Xelkorianilmus hae-refeos' conuictus , und den itzigen Herrn Eeneralsu-perintendenten ^ofmann zu Wittenberg, in seiner172z. zu Leipzig gehaltenen Difp. an controuerlia Ne-storiana, olim agitata, fuerit logomachia ? *) HerrI. hingegen suchte in folgender Differtation, daöje-uige, so er behauptet, in ein näheres Licht zu stellen.
Diss. hist. theol. de origine et fundamentoNestorianifmi resp. Fr 'td. Guil. lablonski. (der Bru-der des Herrn Vorsitzers, Prediger bey der neuenfriederichöstädtischen Gemeine zu Berlin ) >728.Quart. 5 B. Er erweiset hierinn zween Sätze:i) NestoriuS hat weder selbst seine Lehren zuerst aus,gedacht, noch auch ist er von ohngefähr auf dieMey-
nung,
*) Vergl. 1 ?b. 171 <£,