65$ Geschichte
ausdrücklich, aber gar übel, anräth. Es ist überbem4) wahrscheinlich, daß die griechische Uebersetzungschon vorhanden gewesen, ehe Constantinus seinelateinische verfertiget, und daß dieser zuweilen jenezu Hülse gezogen habe, auch wohl, da er falsch indem Griechischen gelesen, in Irrthum gerathen sey,wie hier mit einem deutschen Exempel bewiesen wird.
In dem Verzeichniß der leydenschen Bibliothekwird er Synestus genennet. Doch findet sich keinanderer Grund hierzu, als weil dieser Name durchden Buchbinder auf dem Rücken des Bandes gesto,chen ist, welches ohne Zweifel der ehemalige Besitzerdes Buches also befohlen, dem vielleicht die Ursachedieser Benennung bekannt gewesen. Da nun dieseHandschrift eine von denenjenigen ist, welche The,venor dem VostlUS mit dem Beding überlassen, daßdieser ihm dagegen seine orientalische Handschriftenverehren möchte, (wie denn ThevenotS Name eigen,händig darinn geschrieben siehet.) und H.B. durchdie Güte des berühmten tVcrstems Gelegenheit ge.habt, die zwischen Thcvenor und Vossius gewechfel«ten Briefe, davon in der R.monstrantenbidliothekzu Amsterdam eine ziemliche Anzahl befindlich ist,durchzulefen; So hat er zwar hier die Ursache zuentdecken gehoffet, warum unser Schriftsteller Sy.nestus genennet werde; allein weil das Verzeich-niß, welches Thevenor von seinen Handschriftendem Vossius zugesand hatte, verloren gegangenseyn mutz, so beklagt er, daß eö ihm hicrinnen nichtnach Wunsche glücken wollen, und daß er eö in der Un»gewißheit lassen muß, wer der Uebersetzer gewesen.