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[Band 3.]
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der Frau von Premontval. 691

schlagen. Sie hatte aus der bisherigen Lehrart denNutzen gezogen, daß sie in kurzerZeit sich eine gründ,liche Erkenntniß desjenigen , so sie mußte, zuwegegebracht halle. Aber diese Gründlichkeit und tiefeEinsichten konnten nur dazu dienen, daß sie ihr Ehremachten, schickten sich aber nicht vor die Art vonLehrlingen, welche sie mit der Zeit haben sollte. Eskam also darauf an, sie so anzuleiten, daß sie dasFrauenzimmer, welches so viel Geduld, als sie,nicht hätte, auf eine leichte Weife unterweisen könnte,und ihr einen Plan zu geben, welchem sie, um ih.ken Unterricht so angenehm zu machen, als nur mög»tich wäre, zu folgen hätte. Es kam auch noch aufeinen andern Punct an, nämlich ein Mittel zu fin»den, ihre große Wissenschaft auf eine solche Weisebekannt zu machen, daß sie dadurch in einen össent»lichen Ruf, welcher zu ihrer Beförderung könntedienen, kommen möchte. Er fiel also darauf, sieüber dasjenige, so sie wüßte, oder wenigstens über«inen beträchtlichen Theil desselben, öffentlich dispu-tieren zu lassen. Und zwar sollte dieses nicht mit ei-nem male abgethan seyn, sondern einen ganzen Mo-nath hindurch drey mal in der Woche geschehen;und es sollten dazu so viel Personen vom Range, alsnur möglich wäre, vornehmlich diejenigen, welcheihren Vater gekannt hatten, und deren eine großeAnzahl war, eingeladen werden. Nichts war besserersonnen, als dieses Vornehmen, nur fand sich einekleine Schwierigkeit in der uNgemeinen Furchtsam-keit der jungen Schülerinn. Um dieselbe zu über-winden, nahm der Herr von premontval seineTx 2 Zuflucht