958 Geschichte
auch zu Hause ein reizendes Fürbild und alle guteAnleitung hatte. Außer einigen kleinen Reisennach Berlin, auf welchen er sich die Bekanntschaftund den Umgang verschiedener Gelehrten zu Nutzegemacht, hat also seine Vaterstadt allein den Ruhm,ihn gänzlich so gebildet zu haben, wie er ihr anitz»zur Ehre und zur Zierde gereichet. Der hochbe-rühmte Herr Doctor Jablonvky, dieser große Be»sorderer geschickter Sludirenden, ist beständig einerseiner vornehmsten Lehrer und Gönner gewesen.Da er seine Absichten auf ein akademisches Amtgerichtet hatte, wendete er nicht nur allen Fleißan, um sich dazu vornehmlich zuzubereiten , son-dern suchte auch seine anwachsende Geschicklichkcitdazu öffentlich an den Tag zu legen. Zu deinEnde vertheidigte er erstlich den 26 August 1749,ohne Vorsitzer eine Disputation über die wichtig«Stelle Luc. 13, 1.2. 3.4.5. womit er nicht we-nig Ehre einlegte. Jhro Königl. Majestät inPreußen hatten den Befehl ertheilet, daß niemandzu einer Profeffion auf einer Dero Universitäten *)gelangen sollte, es sey denn, daß er sich zuvo,eine akademische Würde erworben, und der Welleine oder andere Probeschrift vor Augen geleglhätte. Um also demselben eine Genüge zu leisten,und an sich nichrö Erforderliches ermangeln zu lassen,vertheidigte Herr Lauße den siebzehnten März 1755
sein,
*) Ich merke hier nicht ohne Ursach an, daß diese,Befehl nicht auf dir akademischen Hpntnasia z>exrmdiren ftp.