des Hrn. Ernst Friedr. Wernsdorf. 1039
Die Feyerlichkeiten dieser Zeit sind es insbesondere,welche hier umständlich beschrieben werden. DieAbschaffung und Veränderung der Feyerlichkeit der-selben machet den Beschluß dieser mit vielem Fleißeausgearbeiteten Schrift. S. vollst. Nachr. vonakad. Schr. 1752. S. 757.
9. Hiltoria Latinae linguae in sacris publicis.1756. 5 Bog. Die ersten Christen haben sich be.ständig derer unter ihnen üblichen Sprachen bedie-net, und verschiedener zugleich, wenn Leute, welchesolche redeten, zugegen waren. Einige Gemeinenhaben sich auch der Dollmetscher bedienet, welchein bekannter Sprache vortrugen, was in unbekann-tcr war gelesen oder gesagt worden. Unter denvielen lateinischen Ueberseßungen der Bibel hat dieItala und hernach die Vulgata die Oberhand behalten.Da indeffen die lateinische Sprache durch die Ein-fälle der Barbaren im Occidente verändert, undnicht mehr verstanden wurde, so kam die sächsischezum Vorschein. Die Päbste aber haben hernachalle Mühe angewandt, daß der Gottesdienst in kei-ner andern, als in der lateinischen, Sprache ver-richtet würde. So viel ist gewiß, daß derselbe biszu dem sechsten Jahrhunderte in den Muttersprachengehalten worden. In Deutschland hatte die latei-nische Sprache unter der Regierung der Franken,und insbesonder Carls des Großen, bey dem Got-tesdienste, und in Gerichten statt, und man fiengerst im dreyzehnten Jahrhunderte an, die deutscheSprache in Geschafften des Reichs zu gebrauchen.Als diese Völker zum Christenthum übergiengen,rieu Gel. Europa XII Th. u u u unter-