Band 
[Band 4.]
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?6 Geschichte

er wohl wünschte, abzuwarten. Hiezu schlug dieWassersucht in der Brust, und eine Entzündungin der Lunge, welche alle Hoffnung der Genesunggänzlich benahm. Sein Zustand ward nach undnach gefährlicher, und, als er sich im August desJahrs 1757 auf der Herrlichkeit Zuilestein, wel-che er des Sommers zu seinem belustigenden Auf-enthalt erwählt hatte, befand, nahmen seine Leibee-quaalen dergestalt zu, daß sie endlich, unerwartetund schleunig in einer Viertelstunde, den aistendesselbigen Monats, seinem Leben ein Ende mach-ten. Er starb unverehelicht in der Stärke seinerJahre, und sein Verlust ward von vielen Gelehr-ten sehr betrauert.

Um noch etwas weniges von seiner Gemüths-art zu sagen, so war sein größter Fehler der Mensch-lichkeit, der Jachzorn, welcher seiner Gesundheitmanchmal nachteilig gewesen ist, und (warumsollen wir es nicht hinzufügen?) welcher auch dieeinzige Quelle seiner mit dem Herrn von Mau-pertuis und der berlinischen Akademie gehabtenVerdrießlichkeiten und geführten Streitigkeiten ge-wesen ist. Denn eigentlich rühren solche von fol-gendem beglaubten Vorfall her, welcher uns zuver,lässig von Berlin berichtet worden.

Während seines Aufenthalts, ju Berlin 1750.legte Herr 2 \ 6 nig fleißige Besuche bey dem Herrnvon Maupermis ab. Eines Tages entstand einWortwechsel unter ihnen über die Erfindung descalculi kranslcenclenralis. Der Herr von tTJctU*pemris behauptete, Leibnitz habe auf das in

Enge.