des Herrn Ich. Gottl. Biedermann. 255
rufen, unversuchte, um demselben zu folgen, umseine Mrlassung von dem Rektorate zu Naumburg;worauf er daselbst den 19. Apr. seine Abschiedsredehielt, de fideli Scholae magistro, ad Paulli exem-plum, quiduis quibusuis facto, ZU deren Anhörunger mit einem artigen Programma de Scholis ollarumeinlud. Hier folgte ihm der Conreckor, Christ.Dencd.Milke, in seinem Amte. Bald nach seinerAnkunft zu Zreyberg, trat er den 8. May sein neuesAmt daselbst an. Der Herr Superintendent,Christian Friedrich wilisth, führte ihn einmit einer Rede, de doctrina cum prudenti disci-plina in scholis caute curateque combinanda, nach-dem er des Tages zuvor eine Einladungsschrift aufeinen Foliobogen, worinn er de inuestitura cano-nici per librum, abbatis per baculum, episcopiper baculum er annulum simul, gehandelt, hatteaustheilen lassen. Er selbst hielt ein lateinischesGedicht, deperuersa instituendae juuentutis ratione.Dieß Amt hat er bisher unter vielem Segen seinerArbeit, und mit Lust und Vergnügen bekleidet.Im Jahre 1749 ward dieses durch das Absterbenseines ältesten Sohnes, Carl Siegmund Bie-dermann, unterbrochen, welches um desto schmerz,licher war, da dieser Jüngling große Hoffnunghatte von sich blicken lassen, und eben so weit ge.kommen war, daß er mit vielem Lobe die Univer«sität hätte beziehen sollen. Der Verdruß, welchenihm 1750 und 1751 einige Gegner seines Program-matis, de vita Musica, durch ihre unhöfliche Schrif-ten dawider zuzufügen gesucht haben, ist von svlcher
Art