29r Geschichte
eine Beschreibung der Stadt Brandenburg her.ausgegeben haben, als ein sehr kluger, und mitgroßen Eigenschasken gezierter Mann qerühmet.Er hatte zwey Söhne. Der ältere, z) JoachimCarpzov, mit dem Zunahmen derBrandcnbur.ger, ergriff in den dreyßkgjährigen kriegerischenZeiten die Waffen, und gelangte, unter dem Com.mando des Grafen Ernst von Mannsfeld, we.gen besonderer erzeigten Tapferkeit bey der Bela-gerung der Böhmischen Stadt Pilsen, zur Ober-stencharge, und selbst, nach Ableben des erwähn,tcn Grafen von Mannbfeld, zum Generalcom.mando der Armee in Ungarn, und ward endlich indänische» Diensten bey dem Könige, Christiandem vierten, General. Feldzeugmeister; in wel-cher hohen Würde er 1628 zu Glückstadt in Holl.stein verstorben.
Wir kommen nun 4) auf den gelehrten Stamm.Vater so vieler berühmten Gelehrten, dieses großenGenerals jungem Bruder, Bencdict Carpzov,aus Brandenburg. Er war Churfürst!, sächsi-scher wirklicher Appeliationkrach zu Dresden, auchKanzler der Churfürstin Sophia, Wittwe Chri-stian des ersten, und zuvor Profeflor pandecta-rum zu Wittenberg, und ist 1620 in die Ewigkeitgegangen. Dieser Kanzler, Benedice Carpzov,hinterließ fünfSöhne, welche alle die ansehnlichsteBedienungen verwaltet, und den CarpzovischcnNamen unqemein ausgebreitet haben. Der älteste5) Conrad Carpzov, war erst Professor der Rech.ten.zu Wittenberg, darauf Appellotionsrath zu
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