298 Geschichte ■
seiner herrlichen Bibliothek die Bücher und bestenAusgaben selbst vorlegte und beurrheilke. DerHerr Rector Ernesti gab ihm gleichfals, außerden öffentlichen und gewöhnlichen besondern Stun-den, noch ein priuariillmum über den Lo nginus*■«§« vrpove, wobey er diesen Schriftsteller in diedeutsche Sprache übersehte, weil Herr Ernestidiese Arbeit dem Drucke zu übergeben vermeynte.Welcbes Vornehmen aber, weil der Herr Kam-merrath-von Heinicke zu Dresden seinen deut.scher, Longin herausgab, zurückgieng. Dießfind die Schuljahre unsers Gelehrten. Um Mi,chaelis des Jahrs 1736 bezog er in seinem sech-zehnten Jahre die Universität, nachdem er schonlängst, und wohl bereits zehn Jahre zuvor von sei-nem Anverwandten, dem damaligen Rector Ma-gnificus, dem Herrn Doctor, Johann ChristianLchmann, ordentlichen Professor der Medicin undPhysik, in das Studentenbuch war eingeschriebenworden. Er hörte hierauf in dem cnriu pbilolo-pbico den Herrn D. Heinrich Göttlich Schelha»fer, welcher im verwichenen Jahre als Professor derWeltweisheit an dem Gymnasio zu Hamburg ver.storben. Nachdem derselbe zu Ende war, hörteer auch bey eben demselben die einzelnen Theile derWeltweisheit, nämlich die Logik, Metaphysik,Ethik, Politik und das Recht der Natur, anbeyober auch noch besonders die natürliche Gottesge.lahrtheit bey dem Herrn Professor Johann Hein-rich winkler, über dessen vernünftige Gedan-ken über die wichtigsten Wahrheiten in der
natür.