des Herrn voll Hoven. 537
Irrthum überhaupt an: sondern auch und vornehm-lich auf oen Nutzen und Schaden derselben, zumalenin Ansehung der Seligkeit; mithin ka» eine Gesell-schaft, worinnen sich Irrende befinden, ohne Ver-achtung der Wahrheit und Vermengung mit demIrrthum, der ohnschadlich ist, wohl bestehen-. Eskommt aber alles darauf an, wornach der Werth,Nutzen oder Schaden soll und muß abgewogen wer-den; wo;u ich nach der Schrift die gläubige Lie-be annehme, und alle Irrthümer für ohnschadlich,und alle Wahrheiten für nützlich erachte, je und nach»
> dem sie derselben entweder nachrheilig oder zuträglichsind.
Aue diesem Grunde halte ich die Gemeinschaftmit Socinianern und Papisten, ine besondre derJesuiten, für widersprechend; weil erstere das Ge-heimniß ver Liebe Gottes in Christo verläuqnen undalso den Lehrgrund unserer Religion verweisen; letz-tere aber nicht nur ersteres schmählern sondern durchden Verfolgungögeist, der ihre Gesellschaft beseelet,die gläubige Gegenliebe zernichten und aufheben.Ich halte deswegen dafür, daß in des Herrn Präs.von Loen seinem Lehrgebäude, welches auf die rie-be insgemein sich gründet, sich ein anscheinender Wi-derspruch hervorthue, da derselbe den lieblosesten undgrausamsten Menschenfeinden seinen Friedenstem-pel eröffnet, vor welchen sogar ein Naturalist einennatürlichen Abscheu haben muß.
Diele gehören gewiß nickt zu dem Weizen, janlch einmal zu dem gesunden Stroh : sondern mö-Neu Eck Europa XIV Th. M m gen