des Herrn Philipp David Burk. 585
großen Jugend wurde er von den älteren Stuben,ten in etwas geäußert. So wehe ihm dieses that,so heil'am war eö ihm. Denn er wurde dadurchvor vielem jugendlichen Muthwillen bewahret, undin die Stille getrieben; da er denn vornehmlich dasWort Gottes und Arnds wahres Christenthumfleißig los.
Im zwölften Jahre seines Alters wurde er con-fkrmiret, und so dann mit seiner Promotion imHerbst des Jahrs 1726. nach Maulbrunn in dashöhere Kloster aufgenommen, woselbst die dama.ligen Herren Vorgesetzte, Herr Schmidlin, HerrLang und Herr Speidel ihm viele Treue undLiebe bewiesen. Bey Herrn Langen, nunmehri-gen Abten zu Blaubeyren, hörte er ein besonder-collegium logicum.
Im Jahre 172g. ward er nach Tübingen indas hochfürstliche theologische Stipendium promo,virt, gerade aber um selbige Zeit von Gott mit ei.nem hitzigen Fieber heimgesucht, welche Krankheiteinen tiefen Eindruck in seinem Gemüthe zu-rück ließ.
Zu Tübingen studierte er unter Anführung be-seligen Herrn Rößler, Ciriling, Hallwachs,Rlemm und rl<aichel,die Philosophie, legte zwoReden ab, eine lateinische, de curiositate, undeine griechische, vom Joseph in Aegypti, underhielt endlich im Jahr 173t. nach dem gewöhnlichenmeritiren die Magisterwürde, und in feiner Pro/motion die zwevte Stelle.
Hierauf wandte er allen Fleiß auf die Theolo-gie, bath Gott ernstlich und täglich um seine. Be-Pp 3 kehrung,