des Herrn Aegidlus Gillissen. 649
mehro auch der Akademie und der gekehrten Weltmit seiner Gelehrsamkeit zu dienen, und andere zudemjenigen Werke zuzubereiten, welches er bisherso gut getrieben hatte. Sie sügele es nämlich, daß,da auf der Universität zu Franecker eine theologi,sche Profeßion durch das Absterben des seligen Pe-ter Laan*) offen stand, der durchlauchtigste Stadt-Halter und die hohen Herren Eurutoren ihn imMay 1747 an dessen Stelle erwählten und berie.fen, nachdem er etwas über ein Jahr zu Vlißin-gen zugebracht hatte **) Er erkannte in diesemBeruf einen Wink des Allmächtigen, und konntesich also demselben nicht entziehen. Den dreyßig,sten Julius nahm er demnach mit einer Predigt über2 2 \ov. i. 19. 20. von der vlißi'ngischen Gemein«seinen Abschied, zog nach Franecker, und fieng da.selbst, nach geendigten Sommerserien seine akade.mische Arbeiten an. Den dritten April 1748 wardihm nebst den Herren Professoren, Lonradl undBcrnsiau daö theologische Doctorat ertheilet. Sei.ne öffentliche Einführung aber geschahe erst den er.sten Man 1749. An diesem Tage erlebte die dor-tige Universität eine sonst noch nie begangene Feyer.lichkeit; da nämlich fünf neue Professores nacheinander ihre öffentliche Anzugsreden hielten. Un*
Tt z ser
*) 0 . vo« ihm Neu Gel. Europa 1 Th.rzz 0 .
• *) An seine ©teile daselbst kam Hcrr Lhr. Ant.Gebhardi, gleichfalls ein Lehrling des seligenVelzen. Er starb den 7 Jul. 1750, an einerBrustkrankbeit. Seine Gedult in der langwieri-gen und schmerzlichen Krankheit wird mchrgerüh-met, als feine Gelehrsamkeit.