676 ' Geschichte
gebohren. Er stadirte zu Tübingen, Jena, Leipszig, jedoch die meiste Zerr in Tübingen, nachdemer vorhero in dem Kloster Blaubeuren, unter An-führung des nachmaligen sehr berühmten PrälateniVcijssensce vom Jahr 1717 an, und zwey Jahrehernach zu Bebenhausen unter Herrn Professor Canzin den schönen Wissenschaften und in der Philosophiesich umgesehen hakte. In diesem iehkern Klosterfteng er an sich von ganzem Herzen Gott zu ergeben ;da er dann die mancherley Zweifel und Bedenklich,keilen gegen daö theologische Studium, den Befeh-len seines Vaters, der ihn von Jugend auf dazugewidmet hatte, und dem Willen Gottes nach undnach aufopfern lernte.
Im Jahr 172z, genoß er vorzüglich den Unter-richt des damaligen Professors und nachmaligen Ge-heimen Raths Bilfingers, dessen Denkungöart,weil sie nicht scholastisch war, ihm vor andern gefiel,daher er sich auch eine ganz besondere Achtung undLiehe bey dem Herrn Bilfmrzer damals erworbenhatte. Im Jahr 172;, wurde er Magister, unddispukirte unter Herrn Doctor «sagmcyer de prin-cipio er principiato , in welcher Streitschrift einesund das andere wider den wölfischen Beweis vondem Satz des zureichenden Grundes eingewendetwurde.
Hierauf legte er sich mit allem Fleiß auf die Theo-logie, und besonders auf das Studium biblicum,zu dessen Fortsetzung er auch im Jahr 1729, nach-dem er zu Smrrgard vorhero examinirt worden,eine gelehrte Reise nach Jena und «salle unternahm.Um diese Zeit wupde er von dem Herrn Grafen von