676 Geschichte
der reformirten Kirche gewesen ist, und sich durchseine nicht geringe Anzahl herausgegebener Predig-ten uncer den bekanntesten theologischen Schrift,steilem eine Stelle erworben hat.
Sein Vater hieß Dicccrich Christoph Ih,rink, und war Bürgermeister zu Cassel. Und indieser Hessischen Hauptstadt ward dieser sein Sohn1699. den achtzehnten September alten Stils aufdie Welt gefehct. Seine Mutter war eine Toch-ter des seligen Conrad Heins, SuperintendenlenSzu Allendorf, welchem seinem mütterlichen Groß.vacer er denn nicht lange vor seinem Lebensendemittelbar im Amte gefolgct ist. Die Erziehungseiner ersten Kindheit war so, wie man sie vonwohlhabenden und goltesfürchtigen Aeltern wün-scheu kann. Er legte in der Schule seiner Vater,stadt die Anfangegründe der Wissenschaften, undsetzte sie auf dem Gymnasio daselbst fort, auf wel-chem er, nebst den gewöhnlichen Schulstudien, auchdie Mathematik, die hebräische, chaldäische undsyrische Sprache, trieb. Hierauf zog er im Jahre1717. nach Marpurg, allwo Rirchmeyer in derGottesgelahrtheir, Schröder in der Kirchenge-schichte und in den morgenlandischen Alterthümern,Schmink in der politischen und gelehrten Ge.schichte, seine Lehrer waren, und er sich auch voneinem Juden im Rabbinischen unterweisen ließ.
Nach zweyen Jahren zog er 1719. von Mar-purg nach Uetrecht, und hörete daselbst die theolo-zische und philologische Vorlesungen der berühmtenMänner, von Alphm, Mill und Lampe. Der
letzte