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[Band 4.]
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des Herrn Cornelius Caylch. 867

danken anfieng; ich fastete, ich betete, und gab vielAlmosen; bis ich mir endlich schon ein sehr ge-rechter Mann zu seyn, und folglich, den Himmeldurch meine eigene Verdienste erwerben zu wollen,einbildete. Denn, ob ich zwar diese ganze Zeithindurch gewohnt war, zu sagen, durch JesumChristum, so hatte ich doch vonIjhm noch keinenrechten Glauben, welcher denjenigen, den dicTeu-fel besitzen, und deswegen zittern, übertroffenhatte. Ich glaubte an die Geschichte, nicht aberan die Geheimnisse Christi. Ich hatte mit demGlauben, welcher ein geistliches Leben giebt, keineBekanntschaft, ich hatte von ihm so wenig einenBegriff, als ich nach denselben verlangte. Wegendieser Unwissenheit war ich von der Armuth desGeistes, welcher das Himmelreich verheissen ist,sehr entfremdet. Ich bildete mir ein, reich undsarr zu seyn, und keines Dinges zu bedürfen,und wußte nicht, daß ich elend, jämmerlich,arm blind und bloß war. Ich hatte eine ge-wisse Art von einem guten Gewissen, welches ichaber nicht durch den Glauben, sondern durch dieWerke erlangt hatte. MeinHauS war auf denSand gegründet, denn, weil ich die Gerech-tigkeit Gottes nicht kannte, und meine eigeneGerechtigkeit suchte auszurichten, so warich der Gerechtigkeit Gottes nicht Unterthan.Vielleicht werden einige mir hier einwenden, undfragen, worinn dann alle die süße Wahrnehmun-gen , und angenehme Empfindungen göttlicherDinge, deren ich vorhin so mannigmal Meldung

gethan.