Band 
[Band 4.]
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des Herrn Cornelius Cayley. 869

Lob dieser fürrrefflichenMutter zu beschreiben, michnicht unterwinden: dieses sey genug gesagt; daßwenige Frauen dieselbe übertreffen haben. Siewar ein Vorbild mütterlicher Liebe und Zärtlichkeit,und mein werther Vater verlohr an ihr eine unge-mein zärtliche Busenfreundinn und Gesellinn, wel-che in allen Absichten ihn glücklich zu machen ge-schickt war. Der Leser wolle mir zu gute halten,daß ich also von einer Person, deren Andenken mirallezeit wird schätzbar bleiben, und die größere Lob-sprüche, als ich ihr geben kann, verdienet, derenSeele auch ohne Zweifel in den gesegneten Woh-nungen der Auöerwählten nun schon glückselig ist,rede.

Dieses geschahe im Jahr 1751, da ich noch inLanden war. Wir haben den Tod meiner Mutterlange vorausgesehen, und die Betrachtung, daßderselbe ihrem langdaurenden Schmerzen, und an-haltenden Krankheit ein Ende gemacht, dicnetesehr darzu, um uns allen deren Verlust erträgli-cher zu machen. Dieser zweyte Schlag in unsererFamilie crfüllete indessen mein Gemüthe noch mehrmit den Gedanken von dem zukünftigen Zustande;und der gütige Gott, dem es, mich also zu beugen,wohlgefiel, bereitete mir nun also Segenungen undTröstungen, welche ich garnicht erwartete, nochmir vorstellete. Der Herr harrete, auf daß ermir gnädig seyn mochte; die bestimmte Zeit,darinn ich seine Stimme, die Stimme, die vonden Todten auferwecket, und das ewige Leben giebt,sollte kommen, war nun gekommen.