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[Band 4.]
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90® Geschichte

Glauben auf Christum und seine Gerechtigkeit zugründen, leben müßte. Durch diese Mittel be-fand ich, mein lebloses Herze oftmals lebendig ge-macht, und mit neuer Kraft angethan. Dieses achte-te ich auch für einen vortreflicheren Weg zu Gottzu senn, als nach den fühlbaren Tröstungen undVergnügungen, die das Herze von der Einfalt,.welche in Christo ist, oftmals abziehen, so sehr zuverlangen. Denn durch diesen Glauben wird dieSeele, wann sie auch diese fühlbare Offenbarun-gen nicht mehr empfängt, ihren Grund dennoch,behalten. Und es ist bester, auf Christum als aufdiese Rührungen, zu vertrauen, auch besser vonihm, als von diesen, die geistliche Nahrung zuerwarten. Glückselig ist derjenige, welcher diegeistliche Bequemlichkeit besitzet, um so, ob ergleich in den geistlichen Rührungen todt und leb-los;, und von den fühlbaren Offenbarungen ent-blößet ist, auf Christum zu leben, und ihm durcheinen unwankelbaren Glauben anzukleben!

Die Gnade Gottes in Jesu Christo ist einunendlich unvergänglicher Schah: Der wahreGlaube, wenn er auf Jesum gegründet ist, ver-trauet auf diesen Schah, und empfangt alle seineNahrung von demselben. Dieses hakte der Apo-stel Paulus im Auge, da er zu Timotheus sagte:Du denn, mein Sohn, sey stark in der Gna-de, die in Christo Jesu ist. Diese Gnade istfrey für dem Anfall aller Feinde. 2\ctn Diebkann sie stehlen, kein Rost kann sie fressen.O himmlischer und göttlicher Glaube, durch wel.