des Herrn Cornelius Cayley. 927
den letzten Zügen lag, zu besuchen. Als ich mitihm zu reden anfieng, befand ich ihn in allen Got-tesdienstlichen Begriffen ganz unwissend; ja erschien selbst in Ansehung des großen Gewichtes derEwigkeit unempfindlich zu seyn. Er sagte, daßer ein sorgloses und lasterhaftes Leben geführt habe,und in der christlichen Religion unerfahren sty.Ich bemühete mich hierauf, ihm seinen verdorbe-nen natürlichen Zustand deutlich vorzustellen, undihm die große Gefahr, worinn er lag, begreiflichzu machen. Nächst diesem fuhr ich fort, ihm denausnehmenden Reichthum der göttlichen Gnadeund Barmherzigkeit gegen den Sünder, Rrafcder Verjiöhnlmg Christi, der niemanden,welcher zu ihm kommt, von sich stößet, zueröffnen. Da ich mit ihm von diesem Stof ohn-gefähr eine halbe Stunde, wie ich meyne, geredethatte, verließ ich ihn, weil er von dem, so ich sag-te, nicht viel zu begreifen schien. Des folgendenMorgens erhielte ich von ihm, zu meiner Verwun-derung, einen Bothen, durch welchen er mich ersu-chen ließ, daß ich, so bald, als ich nur könnte, zuihm kommen möchte. Ich gieng darauf zu ihm,und wurde zu meiner großen Freude gewahr, daßihm der Herr sein Herz geöffnet hatte, um seineSünde und Elend recht zu empfinden, dabey aberauch, die Vergebung und Erhaltung durch Chri-stum einigermaßen zu hoffen. In ihm war nunlauter Sehnsucht und Begierde, um in diesenDingen naher unterwiesen zu werden, und es ge-fiel dem Herrn, dasjenige, so er mir ferner ein-Nnn 5 gab.