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[Band 4.]
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93© Geschichte

kunrg seines Glaubens dienen konnte, geredet hatte,befahl ich seine Seele dem Herrn, und verließ ihnin diesem Zustande. Da ich wieder kam, wurdemir berichtet, daß er in Christo entschlafen sey, undsein festes Vertrauen auf denjenigen Jesum, derdie, welche jii ihm kommen, keineswegeshinaus stoßen wild, bis an feinen letzten Athem«zug bezeuget habe.

Ein anderes Lenfpiel der Kraft des Glaubens,welches ich erlebet habe, war diefeS. Eine armeWittwe, (die aber doch reich war am Glau-ben) stund von dem so genannten Miserere sehrvieles aus: wahrend der drey Wochen, die sie anden langdaurendstcn Schmerzen darnieder lag,war ich bennahe täglich bey ihr: ungeachtet sie nuttdie ganze Zeit über, die größeste Angst empfand,fo freuete sich dennoch ihre Seele in ihrem Hei-lande, für Freuden fprang sie auf, und jauchzete,daß sie durch ihm freigesprochen, gerechtster«-gec und biß in Ewigkeit erlöset wäre Dieseswar der feste und beständige Zustand ihres Ge-müths, welches die ganze Zeit hindurch unbeweg-lich blieb. — Und da sie an den Ufer des Todessi> weit gekommen war, daß sie nicht mehr redenkonnte, so war doch ihr Angesicht mit beständigerFreude bedecket. Sie legte durch die allerkläre-fien Merkmale deutlich an den Tag, daß sie durchdenjenigen, der sie geliebec, und sie durch seineigen Blur von allen ihren Sünden gereini-ger halte, mehr als Ueberwmdcrmn wäre.Ich habe niemals in meinem ganzen Leben so et-