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[Band 4.]
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desHerrn Ioh. Christian Cuno. 98z

Schule zog, erbot sich erivehnter Herr Archidiaco«nuö, welchen man damals, den alten Schmid nen-ttetc, daß er mit feinem einzigen Sohne der beson-dern Unterrichtung in seinem Hause theilhaftig wer-den könnte. Da nun derselbe bey seinem Sohnejedesmal die allergeschickreste Candidaten hielt, sohatte unser Herr Luno großen Nutzen davon.Bey dem ihm angebohrnen Geschmack an gelehr-ten Dingen, und bey einer so glücklichen Anführungförderte er zusehends, und in seinem zwölften Jah-re war er mit der lateinischen, auch so ziemlich mitder griechischen und hebräischen Sprache, fertig,und nunmehro ein Schüler der obersten Classe.Hier entwickelte sich erst recht eine Neigung zur Ge-lehrsamkeit, da er die höhere Wisscnschafften vortra-gen hörete. Unter dem gelehrten und bey ihmunsterblichen Herrn, Johann Leonhard Frisch,hörete er unter andern die Mathesin und Physik,welche vorzüglich nach seinem Geschmack waren.Hierzu kam das Glück, daß eben damals der vor-trefiiche Kunstmahler, Herr Heinrich, der besteLehrling des großen Lopetzky, sich bey dem HerrnFrisch eine geraume Zeitlang aufhielt. Unterdiesem großen Meister lernete er zeichnen, und nichteher, als, bis er eine gewisse Festigkeit im Zeich-nen erreichet hatte, ließ dieser ihm zu, daß er sichendlich auf die Miniaturmahlerey legte. Gleich-wie er auch eine besondere Neigung zur Musik hat-te, und im Singen, so weit man es auf Schulenbringen kann, nichts sonderliches mehr lernenkonnte, so befließ er sich nun auch der Jnstrumen-Neu Gel. Europa X VI Th. Rrr tem