Band 
[Band 4.]
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1008
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Geschichte

Ich bemerkte insonderheit mit Vergnügen,sagt er von dem Herrn Verfasser, daß er seineihm fast angebohrne Gabe der Poesie, nicht, nachdem gemeinen Beyspiel anderer, auf unanständigeund anstößige Dinge richtete, sondern sie vielmehrlediglich und recht glücklich zur Ehre Gottes undzur Erbauung des Nächsten heiligte. Und, wasdas meiste, ich fand, daß er in seinen Poesien,nicht als ein bloßer Weltweiser schriebe, der nurdie Werke Gottes im Reiche der Natur nach deinLichte der Vernunft herausstriche, sondern auch zu-gleich als ein rechtschaffener Christ, die geoffenbar-ten Werke Gottes im Reiche der Gnaden gebüh-rend preisete, und alle Menschen zur Verherrli-chung Gottes in Christo Jesu zu ermuntern suchte.Alles dies liegt in seinen oberwahnten Schriftenvor den Augen aller vernünftigen und christlichenLeser am Tage, und ich darf nicht befürchten, daßjemand, der die angeführten Schriften selber liefet,dies mein Urtheil einer partheyifchen Freundschafft

zueignen werde.-Ich will nicht in

Abrede seyn, daß mancher spitzige Kunstrichter,der nur an Worten naget, und sich über Kleinig-keiten aufhält, nicht noch hie oder da an der Rei-nigkeit der Sprache*), oder Kunstmäßigkeit der

Verse

*) Wer diese im Lesen und Schreiben liebet, demdürsten freylich verschiedene von dem Herrn Lunogenommene Freyheiten und gebrauchte Beigi-cismi unangenehm seyn. I- E. die WörterRnodse, Hcrbringer, Volltahn, Gierigkeit,

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