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hinweisen, die in Gcwandmotiven und Stellungen sich den edelstenplastischen Inspirationen des vierzehnten Jahrhunderts ebenbürtig an-schließen. Was aber bei ihnen und sämmtlichen Bildwerken diesesausgezeichneten Cyclus besondere Anerkennung verdient, ist die vollen-dete und wahrhaft edle Einfachheit des Styls, die noch den Traditionender frühgothischen Zeit folgt und von den übertriebenen Bewegungen,deni manierirtcn Faltenwurf und den affectirtcn Gebcrden, welche sonstim Verlauf des 14. Jahrhunderts fast alle künstlerischen Leistungendes Nordens charakterisiren, nicht die leiseste Ahnung hat. Der unbe-kannte Meister, der diese herrlichen Werke entworfen und ausgeführthat, gehört ohne Frage zu den hervorragendsten Künstlern, welche das14. Jahrhundert diesseits der Alpen hervorzubringen vermochte.
Was außerdem in der Schweiz an Glasgcmäldcn des 14. Jahr-hunderts sich noch findet, steht an Werth und Umfang beträchtlich hinterden Werken von Königsfclden zurück. Am nächsten kommen ihnenjedoch die Reste in der Kirche zu Kappel. Bekanntlich gehörtedieselbe ehemals dem dort im Jahre 1185 durch Walthcr von Eschen-bach gestifteten Cisterzicnscrkloster an. Ihre Glasfcnstcr sind nur einkümmerliches Ueberbleibsel von der Pracht, welche den strengen Ordens-regeln zum Trotz ehemals Kirche und Kloster auszeichneten. Dennnicht weniger als 34 gemalte Fenster schmückten ehemals die Kirche,und 70 Glasgemälde in 38 Doppelfenstern den Krcuzgang. Sie allesind im alten Zürichkrieg und nach der Schlacht von Kappel zu Grundegegangen und nur sechs gemalte Fenster im Schiff der Kirche alsZeugnisse der ehemaligen Herrlichkeit übrig geblieben. Die Fenster sindwie in Königsfclden dreitheilig und enthalten in jedem Felde einzelneFiguren auf zweifarbigem Tcppichgrund unter gothischen Baldachinen,deren Formen den edel ausgebildeten Styl des 14. Jahrhunderts zeigen.Das Architektonische und Dekorative dieser Werke ist von hohem Werth,ausgezeichnet sind namentlich die Prächtigen Rosetten, welche unter denBildern angebracht sind; das Figürliche dagegen zeigt sich untergeordnet