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Ueberzeugung eingcstchcn, daß ihr zuweilen Recht ha-ben möget! Du selbst, mein Freund, hättest diesenAbend für das prächtigste Miniaturstück erklärt, das duje gesehen.
Dieses trug sich zu zwischen Konstanz und Ro,schach, welchen Weg wir auf dem Wasser nahmen.Unser Fahrzeug war gut gebaut, daher blieb ich, so,bald die Segel herunter waren, ruhig, so gut es unterBlitz, Donner und Regen einem Ungedeckten möglichist, und beobachtete den Professor, der mir gestand, daßer lieber auf dem Lande wäre, welches freylich auch inmeinen Wünschen lag. Er suchte seinem beklemmtenGeiste durch Unterhaltung Luft zu schassen, und er,zählte mir viel von Aristipp und Epiktct, und einerSchiffahrt, die dieser letztere auch nicht ohne Schreckenüber das jonische Meer gemacht, und zuletzt wandte ersich in der Stille an Einen noch größcrn, der in ähn,lichcr Lage den Winden und Wellen geboth. Alleinich sahe von neuem klar ein, daß kein Raisonnement,keine Anstrengung des Glaubens, keine Erinnerunggroßer Beyspiele die Gewalt ungewohnter äußerlicherEindrücke zu tilgen vermöge; daß einzig angcborneKraft, oder Erfahrung und Uebung oder Leidenschaft,die Seele gegen Gefahren verhärte. Denn ob er gleichnoch Meister über seine Gebcrdcn und Sprache blieb,und nicht wie die andern laut jammerte, so zitterte erdoch; da ich hingegen von aller Angst bcsrcyt war,ungeachtet sein Geist gebildeter und sein Gemüth ge-
Hezner'S Werk« li, Vd.