Buch 
2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
Entstehung
Seite
92
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sehr bin ich in Bekanntschaften, und durch diese inmancherley Zerstreuungen, die ich wie Geschäfte be-handle, hineingekommen. Was ich indessen einem ausunserm vertraulichen Kreise schreibe, das gilt auch demandern, in so fern es ihn intcrcssirt, wie )hr dasohne mein Erinnern schon werdet bemerkt und ange-nommen haben. Also auch mit diesem.

Noch sind wir hier, und der Himmel weiß wielange; die Leute machen mit mir, was sie wollen!Zwar ist der Mann der Schweizerin angekommen,aber anstatt nun sogleich abzureisen, verschworen sichalle Befreundeten, mich noch zu einem Besuche inden Bergen zu bereden. Ich lärmte und folgte. DerProfessor versprach mitzukommen, und der Hauptmannvon Appcnzcll verschaffte mir ein sicheres Saumthicr,mit der Versicherung, daß ich damit bequem nach See-alp, ein mitten im Gebirge liegendes und bey dieserJahreszeit sehr bevölkertes Thal hinein kommen könnte.So ritt ich neben den andern her, die zu Fuße gin-gen. Es war Sonntag Nachmittags als der Zug be-gann; wir wollten im Wcißbade, am Fuße der Alpen ,übernachten, um den folgenden Tag richtig wiedernach Gaiß zu kommen; allein der Himmel verhängtees anders.

In Appcnzcll ging ich zu dem Hauptmann, derunser Führer zu seyn versprochen hatte; die andernblieben im Wirthshause, um den Tanz zu sehe», dennhier tanzt am Sonntage Alles. Es herrscht eine große