Buch 
2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
Entstehung
Seite
98
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Egoismus und ihr Scharfblick fürs Lächerliche; wieviel Ähnlichkeiten mit jenen Kindern der rohen Naturfielen mir auf, und wie sehr wünschte ich, meinen al-ten trencn Achates, den Major bey mir zu haben, ummich mit ihm der Erinnerung zu freuen!

Es muß ein uralter Volksstamm seyn, der seineEigenthümlichkeit wohl nicht anders, als durch die Ab-gcschnittcnhcit von der übrigen Well und seine freyeeinfache Rcgicrungsart hat bewahren können. DieViehzucht hat sie freylich gesellschaftlicher gemacht, alses jene wilden Jäger find; und dann sage man wasman wolle- find die Grundsätze des christlichen Glau-bens, wenn sie auch noch so ungeläntcrt unttr dieseisolirtcn Bergleute kommen, doch ein Zügel der Wild-heit und ein guter Same der Humanität. Don ihrenrcformirtcn Landslcuten sind sie bey dem gleichen an-gestammten Volkscharaktcr doch etwas verschieden; siesind der Natur näher, wenn man anders den ungebil-deten Zustand der Menschen Natur nennen darf; siesind offener, kecker, sorgenloser, gesunder, haben schö-nere Weiber. Sie säen nicht und crndtcn nicht, sam-meln nicht in die Scheunen, und doch finden sie Nah-rung, treiben Spaß und leben wie die Vögcl unterdem Himmel. Jene hingegen leben weniger in derfreyen Natur, und sind durch den Handclsflciß, dersich von St. Gallen aus auch unter ihnen verbreitet,weichlicher geworden; das Weben in Behältern unter