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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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Er fluchte wie ein Heide, und begehrte von demHauptmann Genugthuung, der ihn hätte warnen sol-lcn. Da er aber ganz abscheulich aussah, und keinMensch mehr um ihn bleiben wollte, mußte er zuletztfroh seyn, als ihm der Hauptmann das Sonntags-wamms eines Sennen verschaffte, das ihn auch zuseiner und unsrer Beruhigung nicht übel kleidete.Nachdem der Tisch wieder an seinem vorigen Platzestand, sprangen sie aste darüber hinaus.

So dachten wir im fröhlichcn"Gcnnsse der Gegen-wart noch nicht ans Aufbrechen, denn auch der Zorndes Arztes, der im Grund nicht böse ist, und sich jetztselbst in dem Scnncnklcidc gefiel, hatte sich wieder ge-legt als wir mit einmahl wahrnahmen, daß sich einGewitter über uns zusammenziehe; denn in diesen en-gen und tiefen Gründen erscheinen die Gewitter plötz-lich, weil man sie nicht kommen sieht. Das war einJammern! Wir hatten kaum noch Zeit, uns, nachAnleitung der Gelehrten unter uns, in verschiedeneHütten zu vertheilen, damit wir nicht, zu sehr zusam-mengedrängt, die Gefahr des Einschlageus vergrößer-ten, da fing es schon an zu schütten und z» krachen,als wenn die Felsen hcrabrolltcn. Suschcn hatte frü-her schon mit dem Prediger sich entfernt, um längsdem See in lieblichen Betrachtungen lustzuwandcln,und machte uns jetzt recht besorgt, in welche Spe-lunke sie sich wohl mit ihrem frommen AeneaS geret-tet hätte.