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helfen, dieß Kunstwerk, wenn es eines ist, zieht michjetzt mehr an, als die Natur; weil ich hier einmahl ingelungener Vollendung schaue, was alle Mahler um-sonst versucht haben.
Und doch ist's ebendasselbe, was wir unten sahen,sagte der Professor; nur zeigt uns das durch künstlicheVorrichtung sich mahlerisch ordnende Bild hier dasGanze im Kleinen, wie es kunstgcübterc Augen untenim Großen erblicken. Ein glücklicher Sinn, der dieGegenstände in einem günstigen Gesichtspunkt aufzu-fassen weiß, ist die Quelle unsers Wohlgefallens; nichtvorgefaßte Meinungen über Halbes und Ganzes.
Sehen Sie, sagte der Oberste, dieß bewegte Lebenauf dem Tuche ist mir neu, und bczaubert mich; ichbin ein Kind, lassen Sie mir die Freude! — Ichtheile sie mit Ihnen, war die Antwort; ich bin weitentfernt, das sinnliche Wohlgefallen in die Regel zuzwingen, es ist persönlich und flüchtig, und läßt sichnicht durch allgemeine Begriffe festhalten, noch er-klären.
So wenig, erwiederte jener, als aus den Be-standtheilen einer Kerze das Licht; t6ir wollen unsalso nicht selbst stören, uns nicht die Freude an derkleinen Erscheinung aus vermeinter schuldiger Achtunggegen die große versagen; denn man könnte eben sogut die Frage auswerfen: was ist Klein und Groß?als Sie gefragt haben: was ist Halb und Ganz?