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wenn man zn Hause nichts mehr lernen mag; manmuß! Die Eindrücke ergreifen uns stärker, weil siedurch neue Mittelwege zu unserm Verstände gelangen.Es ist aber meist ein passives Lernen, und so drangtsich denn auch vieles in die Masse unsrer Erkenntnisseein, das man lieber draußen ließe, bis zuletzt auch die,ses durch die Gewohnheit erträglich, ja lieb wird. Soging es mir mit den An / und Aus« und Um, undFcrusichtcn der Schweiz , deren allenthalben erschallendeLobpreisungen mir anfänglich die Natur verhaßt mach,tcn; jetzt habe ich durch Gewohnheit nicht nur wahreMidas, Ohren für die schweizerischen Pangcsängc be-kommen, sondern ich schaue nun wirklich Berg undThal mit Licbhabcrcy an. Denn so wie uns das Buchoder die Thaten eines Mannes interessanter sind, wennwir ihn persönlich kennen; so wie uns die Sterne gc,fallen, deren Namen wir wissen; und so wie Clotildeund die Schweizerin ihre Pflanzcnlust durch die Bc,Nennungen nährten, so haben auch Gebirge, Seen undWasscrfällc mehr Anmuthung für mich erhalten, seit-dem ich in der Nähe mit ihnen bekannt geworden,und sie durch ihre Nahmen unterscheiden gelernt habe.Der Nahme hebt den Gegenstand aus der Allgemein,hcit heraus, und stellt ihn einzeln dar; es ist der ersteSchritt zur nähern Bekanntschaft, eine Befriedigungder Ungewißheit, womit schon Adam seine Naturkundebegann. Sobald wir nicht mehr gleichgültig für denNahmen sind, ist auch schon Hang zur Verdeutlichung
Hegner'S Werken. VS. 10