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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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sind Nahmen, die niemand vergessen wird, der das,was sie bezeichnen, je gesehen hat.

Durch jenes Große ist mir nun selbst das Klei,ncre vernehmbarer und anziehender geworden, so daßich auch niedrigern Wasserfallen nachgegangen bin,»in zu erforschen, wodurch sie gefallen, und mich derSeen freue, als wären sie Kinder des Ozeans; undwie ein Gelehrter nach den Gestirnen, schaue ich nachden fernen Bcrgspihcn, um mir sie bekannt zu machen.

Diese Naturcmpfindungsmisscuschaft, die wederNaturkunde noch Naturlehrc, weder Erdbeschreibungnoch Erdmcffung ist, und wovon man vor einem hal,ben Jahrhunderte noch wenig in Büchern, selbst nichtin Reise, und Licbcsgcschichtcn las, ist als ein neuerZweig der Gelehrsamkeit in der Schweiz entsprossen,und schon zum reichen Baume gewurzelt, von dessenFrüchten nun jeder pflückt, weil sie nicht schwer zu er,haschen und leicht zu verdauen sind. Aber gerade ei-ner solchen Unterhaltung, so sehr sie mir in der Vor,ausbctrachtuug zuwider war, bedarf ein krankhafterMann, wie ich bin; sie fordert Bewegung, und allesthut mir besser, als verdrossenes Stillesitzen. Ist esdenn nicht auch billig, rief mir einst der Professor zu,als ich ihn durch meine üble Laune selbst vcrdrüßlichgemacht hatte, daß man in jedem Lande dasjenige,was es eigenthümlich bietet, für gut nehme? mansollte es wohl für eine natürliche Verpflichtung jedesReisenden halten, der nicht absichtlich seinem Unwillen

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