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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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Lust machen will. Eine Erinnerung, die damalsschon eine gute Wirkung auf mich machte, denn Ver-weise vergißt man weniger als Beweise.

Dieses Oberland kann ich nicht vergessen; es istin Ansehung großer Naturerscheinungen der gedrängteInbegriff der ganzen Schweiz ; Alpen , EisgcbürgeSchncclaucn *), Wasscrfälle, Seen, Vegetation (selbstdie menschliche einiger Orte), alles ist daselbst vorzüg-lich und in der Beschränkung von einigen Meilen zufinden; so daß, wer dieses Land gesehen, sich rühmendarf, daß ihm die größten physischen Gegenstände derSchweiz nicht unbekannt seyen. Ich habe auch vonzuverlässigen Reisenden versichern gehört, daß das Cha-mounithal seinen berühmter« Nahmen nur dem Grif-fel glänzender Schriftsteller verdanke, aber in der ver-einigten Mannigfaltigkeit großer Gegenstände diesemWundcrlandc nicht gleich komme.

*) Die Schneelaui so wird das Wort in derSchweiz ausgesprochen, nirgend Lawine mit einemlangen i; und kömmt her von lau, wenn der Schneelau wird. Als Substantiv brauchen wir: die Lauk(Lauigkeit) so wie wir sagen: die Lindi, die Rüchk,die Letzi u. s. w. Aus dem Plural: die Lauinen,Lauwincn (stets mit einem kurzen i ausgesprochen) istwohl die falsche Herleitung und Rechtschreibung desSingulars in die Schriftsprache gekommen. In glei-chem Sinne, wie der Schweizer , sagt auch der Tyro-ler: Schneelänen, von Leinen, Aufthauen.