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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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gar keine Sendung hat: drey oder vier Personen ge«hcn nicht sobald verloren, dachte er; wäre etwas vonBedeutung vorgefallen, man hätte es wohl berichtet.

Da aber zuweilen auch der, welcher nicht sucht,findet, so geschah es auch jetzt; denn als er gegenMittag nach Roschach kam, war eben ein andrer Rei-ter vor dem Gasthof abgestiegen. Simmcnthal wolltefürbas reiten, aber der Andre kam auf ihn zu, sah ihmfreundlich ins Gesicht: Darf ich fragen, sind Sienicht....

Ja, ich bin's! unterbrach ihn Simmcnthal; unddu bist Gustav '. Er schwang sich vom Rosse.

Große Freude; sie hatten sich auf der Universitätgekannt, und vertrauten Umgang gepflogen.

Gustav, der dem Wagen des Obersten vorausgeeiltwar, um das Mittagessen zu bestellen, nöthigte seinenFreund zum Bleiben. Ich wollte gern, erwiedertevon Simmcnthal, und besann sich wirklich. Doch laßmich jetzt, fuhr er fort, und machte sich wieder zumFortreiten gefaßt: ich bin auf einer irrenden Ritter-fahrt; ich soll verirrte Pilgrimme aufsuchen, oder gar,wcnn's Noth ist, Gefangene bcfrcyen. Wir werdenuns wohl wiedersehen, sage nur, wo? Oder kommund mache den Zug mit, er geht nicht weiter als bisKonstanz .

Da komme ich so eben her, sagte Gustav, undgehe jetzt für einige Zeit auf das Schloß Grü,ncnstcln.