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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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nahm das erschrockene Tuschen an den Arm, undging gelassen hinten her.

Zwey junge Engländer, die mit ihrem Hofmeisterdiesen Morgen über den See gekommen waren, hattenfür gut befunden, sich nach dem Essen eine Lcibesbe-wcgung zu machen, hatten Gustavs und Siminen-thals Pferde aus dem Stalle genommen, und jagtendamit im Hofe des Wirthshauses herum. Simmcn-thal, dem dieß von Tobias, der noch zu schwach war,es zu wehren, angezeigt wurde, ging hinunter, fandda den Hofmeister, der den beyden Kunstreitern Sit-tcn predigte, worauf aber keiner im mindesten Achtgab. Acrgerlich hierüber fiel er dem einen in den Zü-gel, und ersuchte dem Spaß ein Ende zu machen unddes müden Thieres zu schonen; dieser lachte, und triebdas Pferd desto stärker an, um sich loszumachen.Darüber verlor Simmenthal die Geduld, er riß denUngezogenen mit Gewalt hinunter, und ging bannauf den Andern los, der aber sogleich absaß, und überihn herfallen wollte; jedoch er, der keine Lust zumFaustkampf hatte, ergriff einen Knittcl, der in derNähe lag, und hielt seinen Gegner damit in Achtung.

Der Hofmeister war nicht mehr zu sehen. In-zwischen hatte sich der Gefallene wieder aufgerafft, undwar im Begriff gegen Simmenthal loszustürmen, alsGustav kam, sich ihm entgegen stellte, und befahl ru-hig zu seyn; allein der Mensch war wie rasend, undwarf einen großen Stein nach ihm, der ihn zwar vcr-.