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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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159
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Mit diesem wäre ich wohl fertig geworden, er-wiederte Simmenthal; wenn er aber auch mir Einsangehängt hätte, so wär' es eine verdiente Büßungmeiner Schlagfertigkcit gewesen, die sich jeder gefallenlassen muß. Jedoch sind meine Kämpfe niemahls sehrblutig, weil ich mich nie in große Leidenschaft einlasse,und in solchen Fällen meiner selbst, wie meines De-gens Meister bin. Ich schlage mich daher auch, wie-wohl lich gut schieße, niemahls auf Pistolen, weil ichnicht gern tödtc.

Das heißt Groß-muth! sagte der Professor miteiner Zögcrung, als wenn er lieber Großthun ge-sagt hätte.

Ich spreche von mir selbst wie von einem Dritten,versetzte Simmenthal, mit einem ruhigen Blick auf denProfessor; das thun ja die Gelehrten auch zuweilen.Ucbrigcns sollten, fuhr er launig fort, meines Erach-tcns alle Händel durch Zwcykämpfe ausgemacht wer-den, so würde mancher sich besser besinnen, ehe er wel,che anfinge; die langsame Marter des Rcchtgangcswürde verkürzt, und ein Heer geldlustigcr Sachwalterwäre außer Thätigkeit gesetzt. Auch hätte der, welcherzu kurz gekommen, auf dem Krankenlager Zeit, überdie Nichtigkeit des Streitens um irdische Dinge Be-trachtungen anzustellen, und sich zur künftigen Nach-giebigkeit gegen den Feind zu sammeln. Wahrschein-lich wäre auch der Arme von dem Reichen, der Kleinevon dem Großen minder geplagt. — Freylich müßte