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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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nchmlichkeitcn der Landschaft, die Lichtpfade der Abend-sonne auf dem offenen See, und die blaue friedlicheFerne, sein zagendes Gemüth aufzuheitern. ,

Er liebte Clotilde; sie nun in der Schweiz undzwar so bald zu finden, hatte seine geheime Seligkeitausgemacht; allein Simmcnthals Anwesenheit in Grü-neustem, und dessen Bemühen um das Fräulein, wo,von ihn Suschcn so eben unterrichtet hatte, war ihmjetzt eine bittere Störung, und die Ursache seines Miß-muths. Zwar, das wußte cr,,war aüH sein Bild inClotildcs Seele wie eine Blume im zarten Hauche desFrühlings bisher gewiegt und gepflegt worden: aberes gibt der Blumen viele, dicken Mädchen behagen,und der Frühling ist kurz: sagte er jetzt in bangerStunde. Nichts als die Gegenwart vermag denZweifel der Liebe zu heben, der sich in Der Abwesen-heit regt; er eilte der Geliebten entgegen, zögerte aberim Geist bey jedem Schritte, und suchte den Trost,den ihm die Zukunft zu versagen schien, in den Erin,

nerungen vergangner Jahre.

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Er und Sie schon als Kinder im täglichenUmgänge vereint; ohne andre Gespielen von Bedeu-tung, da das Mädchen auf dem Schlosse des Oheimserzogen wurdeLehr- und Spiclgenossen; so ward ih-nen gleich anfangs die Gewohnheit des Bcysammen-seyns zum unschuldigen Bedürfnisse, und ehe sie nochwußten, was Liebe sey, hatte sich das natürliche Ver,Hesner's Mttkell. VS. 11