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Besuch bey dem Oheim abstattete, dem sie nie zu oftkommen konnte. Dieß glückliche Ungefähr (wenigstenswar es keine Abrede) stimmte bald wieder alle Saitendes Herzens zu vorigem Einklang; ja die Zeit weckteneue bisher unbekannte Töne, die, stärker als die zar-ten Klänge der kindlichen Lcyer, sich mehr dem gewal-tigen Rauschen der Harfe näherten.
Suschcn blieb auch nicht lange mehr auf demSchlosse: sie wurde von der Baronesse in die Stadtgenommen, um sich zu einem Kammermädchen für dasFräulein zu bilden. Gustav, der nicht ermangelte, vonZeit zu Zeit der gnädigen Frau seine schuldige Auf-wartung zu machen, die sich gern als die Gönncrineines hoffnungsvollen jungen Menschen ansah, undes ganz wohl leiden mochte, wenn er seine alte Be-kanntschaft mit Suschen unterhielt, traf auch öftersdie Tochter daselbst an. Zuweilen war diese schonwieder fort, wenn er kam; dann hatte sie Blumen zu-rückgelassen, vergessen ein Band oder sonst eine Klei-nigkeit, die ihm Suschcn ohne große Weigerung ab-trat , und er mit emsiger Liebe zu Hause aufbewahrte.Hatte sie dem Mädchen etwas geschenkt, einen sclbst-vcrfertigten Geldbeutel oder so was, so ruhte Gustavnicht, bis er es erhalten hatte, so daß er bald einenkleinen Schatz von Sachen, die von Clotildc herkamen,aller Sittsamkcit unbeschadet, zusammenbrachte. Vonihm hingegen erhielt Suschcn Zeichnungen zum Nach-bilden; auch Bücher sollten ihr, nach dem Wunsche