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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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179
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Es ist Gustav *, antwortete Simmenthal, einFreund von Ihrem Hause, den der Oberste in Schaff,Hausen getroffen. Verliebt mag er wohl seyn, setzte erlose hinzu, denn er hatte unterweges immer was mitMamsell Suschcn zu flüstern; der Bräutigam magsich in Acht nehmen, es ist ein hübscher Junge.

Schäme dich, Leichtfertiger! zürnte die Schweizerin.

Clotilde aber hatte von allem dem nichts gehört,als den Nahmen des Geliebten; da glühte ihr Gesichtvon schnellem Erröthcn, und ward plötzlich wieder imSchrecken der unaussprechlichen Uebcrraschung blaß;zum Glück fuhren die Kommenden heran, sie verbargihre Verwirrung in der Eile der Annäherung. Gleich,wohl war ihre Bewegung dem hellen Auge Simmen,thals nicht entgangen, und hierdurch aufmerksam ge,macht, blieb es ihm auch nicht verborgen, wie sie schonin der ersten Freude über die Wiedergefundenen, jaselbst während des Oheims Gruß, sich gleichsam un,willkührlich nach Gustav umsah; und als dieser sichbescheiden nähernd ihr die Hand küssen wollte, undder Oberste in überströmender Gutmüthigkcit ausrief:So umarme doch die Gespielin deiner Kindheit! sagteSimmenthal kalt zu seiner Base: Ihr habt mich heuteeinen glücklichen Menschen geheißen, ich habe in derThat mehr gefunden als ich suchte; dennoch hattendie Alten recht: vor dem Tode ist niemand glückselig!— Und mit diesen Worten entfernte er sich; dieSchweizerin aber, die nicht wie er gesehen hatte, vcr,

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