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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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An dieser reichen Schöpfung erquicke mein Leben,

Noch einmahl mich labe am Göttermahl,

Eh ich scheide von Berg und Thal!

Gleite o Schifflein gelockt von gelindenSchmeichelnden Morgenwinden,

Sanft und frey in weiten Kreisen umher,

Auf dem ruhigen Eilbermeer,

Wo mit dem Frieden der Gegenwart erfüllenIch all mein Wesen möchte, mein Sehnen stillen. —Ziehe dort nahe der freundlichen Küste hin,

Wo Städt' und Dörfer einladend in Freyheit blühn.Und über ihnen sich in Reichthum erhebenFluren voll Bäume, Hügel voll Reben;

Wo weiterhin aunoch, den Wolken vertraut,

Der jauchzende Appenzeller sich Hütten gebaut.

Oder willst du hinüber dich wenden,

Schifflein, zu Schwaben « fruchtbaren Geländen,

Wo der Nebel im Thale noch streicht.

Und, wie er der Sonne entweicht,

Blaue Höhen mit den Lüften sich einen,

Die mir Ruhe zuzuwinken scheinen,

Gesegnete« Land, dem, statt des GoldeS, BrotDie schönere Gabe, schenkt ein guter Gott!

Jede Ferne, die den Menschen verhüllet.

Wie ist sie mit stillem Frieden erfüllet!

Wie selig dort, gleich Schwänen auf der Flulh,

Die Jnselstadt, die Seeumfloßne, ruht!Menschenwohnungcn sind zu schauenWie friedliche Schafe auf goldnen Auen,

Und von des Fürstenschloffes hohem Saal,

Glüh'n die Fenster im Morgensonncnstrahl,