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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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um die ganze Kur äußerlich und innerlich zu vollen,den, gemeinschaftlich (auch ohne Rücksicht auf denDorwand wegen Gustavs) beschlossen, daß der jungeMann als ein Freund des Hauses nach Grüncnsteinkommen sollte, sobald seine Drustwnnde, und wasihn, obgleich weniger bedeutend, mehr zurückhielt, seinnoch durch Verband entstelltes Gesicht es gestattete.

Da kam die unerwartete Erscheinung des Profes-sors. Es bedurfte keiner Erinnerung, dem Obersten,sobald er das Unglück Gustavs vernommen, die schnelleRückkehr nach Grüncnstein nothwendig zu machen;mit dem anbrechenden Morgen reiste er ab, und derdeutsche Arzt, der dem Engländer nicht mehr durchausunentbehrlich war, nahm den Weg nach dem Dorfe,wo Gustav lag.

Es gibt Menschen, die von Kleinigkeiten nieder,gedrückt, von bedeutenden Widerwärtigkeiten hingegengehoben werden; so der Oberste. Wir sollen, sagte erunterwcgcs zum Professor, die schonen Tage nicht ha,ben, die wir uns geträumt; ein Nebel der Trübsal willsich auf uns niederlassen. Er komme! über dem Nc,bcl wandeln doch Sonne, Mond und Sterne in nn,gestörtem Frieden; was ist unser Geist, wenn ihn vor,überziehende Wolken ängstigen? Daß wir in der Nothdie Richtung nicht verlieren, das soll unsre Sorgeseyn! — Helfen Sie mir steuern, lieber Mann, fuhrer fort, und ergriff die Hand des Freundes; mit Ih»rem Beystände will ich durchkommen.