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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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sprang hinauf. Ihr folgte Tuschen; und dann dieSchweizerin. — Die Lhanoincsse blieb bey dem Eng-länder, den sie nach ihrer freyen Weise sogleich unterdie Linse ihrer geistigen Beschaunng nahm. Da ihmaber wegen seiner Wunde das Sprechen noch be-schwerlich war, er auch aus angeborncr Schüchternheitnicht reden mochte, so war die Unterhaltung für sie,die so viel auf zusammenhängendes Gespräch hielt,nicht ganz erfreulich. Doch konnte sie sich des aufrich,tigcn Lobes nicht enthalten, als er mit vaterländischerSinnesfestigkeit versicherte, daß er entschlossen sey, sei-nen neuen Freund nicht zu verlassen, so lange diesernoch fsincr bedürfe.

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In seinem Lchnstuhle sitzend und den Fuß nochin Polster gehüllt, sah es der Oberste gern, wenn sichdie Gesellschaft der Freunde abends um ihn versam-melte. Sie thaten es willig, denn die Tage der Ge-genwart waren jetzt wieder fricdsam und heiter, unddas Verständniß der Gemüther glich, nach einem Gleich-nisse der Chanoincsse, einem Regenbogen, der vielfar-big und doch Eins sich über Grüncnstein wölbte. NurGustav mangelte noch in ihrer Mitte an der Seite derjungfräulichen Elorilde; sie selbst, des Oheims Gewäh-rung bewußt, vor dem sie nun kein Geheimniß mehrdrückte, leuchtete in überschwenglicher Liebe und Be-scheidenheit über alle; gleichwohl floß manche geheimeThräne dem mütterlichen Verlangen »acb ihr, das