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Jetzt rückt die Mitternacht heran,
Und alles schläft, was schlafen kann.
Längst von des Nachbars Fenster herBegegnet mir kein Lichtstrahl mehr;
Er bethete mit seinem Haus,
Und ruht nun von der Arbeit aus.
Nur noch des Thurmes Hüther wacht,
Und schauet in die tiefe Nacht.
Umsonst, o Wächter, wachest du,
Sieht Gott der Herr nicht selber zu!
Hier bey der Lampe spätem Schein,
Wie hüllt mich einsam Schweigen ein!
Der Tages Mühe schwand dahin,
Und stille Ruh' ist mein Gewinn.
Mein ist der Trost; der treue HirtDie Schäflein nicht verlassen wird;
Vergaß den Sohn die Mutter — IchWill nie, spricht Er, vergessen dich! —
Wie sich mein Aug' im Schlummer neigt,
Zu Dir noch mein Gedanke steigt,
O Herr des Lebens I — Säume nicht,
Ruf' aus der Nacht uns bald zum Licht!
Es ist wirklich zum Einschlafen, sagte der deutscheArzt; die Chanoinesse zuckte die Achseln, und die übn-