31t
Der Engländer war mit dem, was er gesehen, we-niger zufrieden, als ich mit dem Gehörten. Appenzcll,behauptete er, müsse vor Jahrhunderten schöner undbedeutender gewesen seyn, als jetzt; dafür sprechen nochr-ic alten Anlagen der Kirche an Gewölben, Mauernund Thurm, wogegen das ncuangcflickte Innere undAenßcre, hölzern, vcrnachläßigt und dürftig sey. Nochmehr wußte er an dem Rathhausc auszusetzen, dasebenfalls in seinem Bau von einer bessern Vorzeitzeuge, aber jetzt nicht nur nicht nachgebessert, sondernnicht einmahl, auch in den Gcrälhschaftcn, ordentlichund sauber gehalten werde.
Wenn der an Eleganz gewöhnte Dritte nicht über-trieben hat, so muß man sich wirklich wundern, wiedie Äppcnzcllcr, die sonst so reinlich in ihren Privat-Wohnungen sind, daß diese Reinlichkeit fast einen Na-tionalzug ausmacht, nicht auch eine kleine SummeGeldes daran wenden, ihrem Rathhausc, wo doch dieRegierung eines souveränen Volks sich besammclt, we-nigstens innerlich ein ehrenfestes oder auch nur erträg-liches Ansehen zu geben.
Zum Glücke sprach der Erzähler nicht dentsch, undich fand nicht für gut, ihn den anwesenden Bürgernzu übersetzen. Noch weniger hätte ich ihnen die Be-merkungen des Tobias mittheilen mögen, der den Eng-länder begleitet hatte, und mir nachher noch mehrereOeffcutlichkeitcn beschrieb, die sich mit seiner Vernunftnicht recht reime» wollten. So fand er .... —