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2 (1828) Die Molkenkur / Ulrich Hegner
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las den Schmerz des Oheims auf seinem Gesichte.Was brauchte es mehr? sie stürzte in seine Arme und wußte alles.

Groß war ihr Leid, und heftig ihre Klage, dennsie schonte ihrer selbst nicht mit Vorwürfen; und wassie je gegen ihre Mutter gefehlt haben möchte, dasrächte sich jetzt schmerzlich in dieser Stunde des Leidens.

Der Professor ließ sie mit dem Obersten allein,»m die Freundinnen zu benachrichtigen; und bald wardas ganze Schloß eine Behausung der Trauer, werhätte nicht Antheil an der Betrübniß der Edcln neh-men wollen?

Nach einigen kläglichen Tagen erfolgte die nähereAnzeige des Majors; er schrieb, daß die Baronesse,seit geraumer Zeit schwächlich, aufs Neue von einerUnpäßlichkeit überfallen worden, die unvcrmuthct undschnell in tödtliche Krankheit übergegangen; allerdingshabe sie sehr nach den abwesenden Lieben geseufzt, aberihr letztes Wort sey Zufriedenheit, sey Segen undZärtlichkeit für ihr theures Kind gewesen. Am Endemeldete der Brief noch, daß in der Residenz schon et-was von Clotildc's Liebe zu Gustav, und von desObersten Nachsicht, wahrscheinlich durch Reisende rucht-bar geworden sey, und großes Aufsehen bey der vor-nehmen Welt errege, wovon aber der Sterbendennichts mehr zu Ohren gekommen, das sie noch hättebeunruhigen können.

Dafür dankte der Oberste dem Himmel, denn der

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Heznee'1 Werke II. Bd.