324
der Gemeinde auf das Hochzeitscst eine inwendig ver,goldete silberne Schale überreicht werden. Zu diesemGeschäfte wurde von den Vorgesetzten mit preiswürdi-gem Fcinsinne der Alte auscrsehcn, den der Predigerjüngst aus den Flammen gerettet hatte; und so trater von zwey derselben geführt in den Saal, undboth mit zitternden Händen das Geschenk sprachlosdem Bräutigam entgegen. Alle Herzen waren vonfreudiger Wchnntth durchdrungen; der Prediger aberhatte nur Thränen der innigsten Rührung statt Worte.— Dem innern Rande der Schale waren nächst derTag, und Jahrzahl der Fcncrsbrunst einzig die Worteeingcgrabcn: Ein guter Hirt läßt sein Leben für dieSchafe. — Unten am Fuße stand der Nahme desPfarrers und der Gemeinde.
» Auch kam die junge Frau aus «der idyllischen Hüt«te, blühend wie eine Rose, mit ihrem Jungen, demPatchcn der Anwesenden, und brachte der Gesellschafteinen Korb mit Früchten zum Geschenk, und derBraut einen Stock Butter.
Unter die Armen der Gemeinde hatte der Obersteinsgeheim allerhand Gaben austheilen, und den zweyjungen Burschen, die dem Prediger bey dem Brandebeygcstandcn, jedem eine Kuh in den Stall bringenlassen. Der jungen Mannschaft wurde in der Nähedes Schlosses, wo eine der schönsten Aussichten desobern Rhcinthalcs ist, ein Freyschützen zum Besten gc,geben, dem der größere Theil der Gesellschaft auch bey,